„Es war einmal … MÄRCHEN UND DEMENZ“
(MÄRCHEN + DEMENZ + STUDIE, 2012-2015)

    • Die wissenschaftliche Studie “Es war einmal … MÄRCHEN UND DEMENZ” wurde von 2012 bis 2015 im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Senatsverwaltung für Gesundheit Berlin, in Kooperation mit der Agaplesion Bethanien Diakonie und der Katharinenhof-Gruppe bundesweit durchgeführt. Forschungspartner von MÄRCHENLAND war die Alice Salomon Hochschule Berlin, mit Prof. Dr. Ingrid Kollak an der Spitze.

      GEGENSTAND DER FORSCHUNG

      Während der 4-jährigen Forschungsarbeit beschäftigte sich das Forschungs- und das Märchen-Expert*innen-Team mit folgenden Fragen:

      • Wie reagieren Pflegeheimbewohner*innen mit Demenz auf Märchenerzählungen?
      • Wie interagieren sie?
      • Lassen sich die Reaktionen und Interaktionen typisieren?
      • Reduzieren regelmäßige psychosoziale Märcheninterventionen herausfordernde Verhaltensweisen bei Menschen mit Demenz?
      • Können diese als Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität verstanden werden?
      • Braucht es spezifische Voraussetzungen für den Erfolg der Märchenerzählungen?
      • Welche Märchen wirken positiv auf Menschen mit Demenz?

      METHODE

      Die qualitative Studie nutzte zum einen die Video-Interaktions-Analyse mit Reaktionen von Pflegeheimbewohner*innen zur Auswertung. Zum anderen erfasste sie mittels leitfadengestützter Interviews die unterschiedlichen Perspektiven der am Projekt beteiligten Märchenerzäher*innen sowie der Leitungs-, Pflege- und Betreuungspersonen der teilnehmenden Einrichtungen.

      ERGEBNISSE

      Die Studie zeigt, dass “professionelles, regelmäßiges und strukturiertes Märchenerzählen Menschen mit Demenz und herausfordernden Verhaltensweisen Wohlbefinden ermöglicht und Verhaltenskompetenzen aktiviert. Ein solches Märchenerzählen ist bedürfnisorientiert, steigert die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und sollte in Pflegeeinrichtungen angeboten werden”.
      (Prof. Dr. Ingrid Kollak, Märchen + Demenz + Studie)

      Die Studie verweist ebenfalls darauf, dass sich das professionelle Märchenerzählen für an Demenz erkrankten Senior*innen positiv auf das psychische Wohlbefinden des Pflege- und Betreuungspersonals auswirkt.

      Zudem wurde belegt, dass bei den Märcheninterventionen die gleichberechtigte Teilhabe an der Gemeinschaft Pflegebedürftiger mit und ohne Demenz möglich ist. Mit gemischten Gruppen wurden durchweg positive Erfahrungen gemacht, was den Charakter der Gemeinschaftsaktivität unterstreicht.

      “Es war einmal… MÄRCHEN UND DEMENZ” ist weltweit die erste und bis heute die einzige wissenschaftlich dokumentierte Studie über die positiven Auswirkungen von Märchen auf Menschen mit Demenz. Sie bildet die Grundlage für die Präventionsmaßnahme „Es war einmal … MÄRCHEN UND DEMENZ“, in stationären Pflegeeinrichtungen.

     

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    Studie „Es war einmal…
    MÄRCHEN UND DEMENZ“
    (2012-2015)

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    Tales+Dementia+Study Research with people suffering from dementia

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